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Strahlenschutzkennzeichnung

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Gemäß Strahlenschutzverordnung müssen drei Bereiche durch Beschilderung kenntlich gemacht werden:

1. Überwachungsbereiche sind nicht zum Kontrollbereich gehörende betriebliche Bereiche, in denen Personen im Kalenderjahr eine effektive Dosis von mehr als 1 Millisievert oder höhere Organdosen als 15 Millisievert für die Augenlinse oder 50 Millisievert für die Haut, die Hände, die Unterarme, die Füße und Knöchel erhalten können.

2. Kontrollbereiche sind Bereiche, in denen Personen im Kalenderjahr eine effektive Dosis von mehr als 6 Millisievert oder höhere Organdosen als 45 Millisievert für die Augenlinse oder 150 Millisievert für die Haut, die Hände, die Unterarme, die Füße und Knöchel erhalten können.

3. Sperrbereiche sind Bereiche des Kontrollbereiches, in denen die Ortsdosisleistung höher als 3 Millisievert durch Stunde sein kann.


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Strahlenschutz Übersicht (10 Artikel)

Grenzwerte – Wie viel Strahlung ist bedenklich?

Die Strahlenbelastung biologischer Organismen wird in Sievert (Sv) gemessen. 1 Sievert entsprechen 1.000 Millisievert (mSv). Die Maßeinheit gibt die biologische Wirkung der radioaktiven Strahlung auf Menschen, Tiere oder Pflanzen an. Als ungefährlich gilt eine ef-fektive Belastung bis 1 mSv pro Jahr.

Bei den Arbeitszeiten für Mitarbeiter eines Kernkraftwerks oder eines Laboratoriums muss die maximale unbedenkliche Strahlendosis beachtet werden. Starre Grenzwerte lassen sich hinsichtlich der Gesundheitsgefährdung nicht festlegen, da individuelle Faktoren darauf Einfluss nehmen. Die nachfolgenden Angaben zu den Strahlenschutzbereichen stellen Richtwerte dar.

Strahlenschutzbereiche und ihre Bedeutung

Strahlenschutzbereiche schützen das Betriebspersonal vor den Auswirkungen ionisierender Strahlung. Sie sind durch bauliche Maßnahmen und eine deutliche Kennzeichnung hervorzuheben. Je nach Höhe der Strahlenexposition wird zwischen Überwachungsbereichen, Kontrollbereichen und Sperrbereichen unterschieden. Es ist von Aufenthaltsdauer von 40 Stunden pro Woche und 50 Wochen im Jahr (d.h. 2000 Stunden pro Jahr) auszugehen.

  • Überwachungsbereiche sind nicht zum Kontrollbereich gehörende betriebliche Bereiche. Oft wird das gesamte Betriebsgelände als Überwachungsbereich betrachtet. Bei Kernkraftwerken wird der Übergangsbereich durch Sicherheitsvorkehrungen vom umliegenden Gebiet isoliert. Im Überwachungsbereich können Personen im Jahr eine Dosis von mehr als 1 Millisievert erhalten. Für bestimmte Organe sind höhere Dosen zugelassen, wie etwa 15 mSv für die Augenlinse oder 50 mSv für die Haut.
  • Der nächst höhere und meistgebrauchte Bereich ist der Kontrollbereich. Es handelt sich um einen sichtbar eingegrenzten, gekennzeichneten Bereich, in denen Personen im Kalenderjahr eine Dosis von mehr als 6 Millisievert aufnehmen. Für die Augenlinse sind 45 Millisievert; für Haut, Hände, Unterarme, Füße und Knöchel 150 Millisievert zugelassen. Der Kontrollbereich darf nur zur Durchführung oder Aufrechterhaltung der vorgesehenen Betriebsvorgänge betreten werden. Besucher erhalten nur mit einer behördlichen Erlaubnis Zutritt.
  • Sperrbereiche sind Bereiche des Kontrollbereiches, in denen die Ortsdosisleistung mehr als 3 Millisievert die Stunde beträgt. Sperrbereiche dürfen nicht betreten werden. Der Aufenthalt ist nur unter Aufsicht erlaubt. Sperrbereiche sind abzugrenzen, zusätzlich abzusichern und sichtbar zu kennzeichnen.

Kennzeichnungspflicht im Strahlenschutz

Die Kennzeichnungspflicht fußt auf die Strahlenschutzverordnung und Röntgenverordnung. Die Din 25430 ist maßgeblich für die Kennzeichnung im Strahlenschutz. Sie beinhaltet wichtige Verhaltensregeln im Umgang mit radioaktiver Strahlung und Grenzwerte:

  • Sobald zugrundeliegende Grenzwerte überschritten werden, sind Räume, Behälter, Anlagen und Geräte, in denen sich radioaktive Stoffe befinden, zu kennzeichnen.
  • Transporte, die mit strahlenden Materialien bestückt sind, müssen ausreichend geschützt und gekennzeichnet werden.
  • Sperr- und. Kontrollbereiche sind nach Strahlenschutzverordnung in ausreichendem Maß zu kennzeichnen und voneinander abzugrenzen.
  • Räume, in denen geröntgt wird, sind nach Röntgenverordnung wäh-rend der Einschaltzeit zu kennzeichnen (§ 19 RöV). Die Kennzeichnung lautet: Kein Zutritt – Röntgen.

Der § 68 der Strahlenschutzverordnung schreibt die Gestaltung vor. Die Kennzeichnung muss sachgerecht und einheitlich sein. Das international gebräuchliche Strahlenwarnzeichen ist für jedes Schild im Strahlenschutz verpflichtend. Zusatztexten sorgen für Informationen. Sie grenzen die Gefahr ein und machen Abstufungen in der Gefährdungshöhe evident.

Maximaler Wert in Milisievert (mSv)
StrahlenschutzbereicheEffektive DosisAugenHaut, Hände, Unterarme, Füße, Knöchel
Überwachungsbereich 1 15 50
Kontrollbereich 6 45 150
Sperrbereich Ortsdosisleistung kann höher als 3 mSv/h sein
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